Zurück : Detailansicht
Nr. 224



Helene-Kaisen-Haus, Einrichtung für sozialpädagogische Dienstleistungen Wirtschaftsbetrieb der Stadt Bremerhaven

Beschreibung:
Das Helene-Kaisen-Haus bietet jungen Menschen und Familien aus Bremerhaven ein differenziertes Spektrum an sozialpädagogischen, heilpädagogischen und therapeutischen Hilfen. Die Hilfen können stationär, teilstationär und ambulant erfolgen. Es handelt sich dabei um Betreuungen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz. Die Hilfen werden über die Sozialen Dienste des Amtes für Jugend und Familie in Bremerhaven veranlasst.
Darüber hinaus entwickelt das Helene-Kaisen-Haus individuelle und gruppenpädagogische Hilfen im Rahmen von Stadtteilkooperationsprojekten unter Berücksichtigung der sozialräumlichen Ressourcen.

Zielgruppe:
Wohngruppe, 10 Plätze, Aufnahmealter 12-16 Jahre
Die Betreuung der Kinder und Jugendlichen erfolgt über Tag und Nacht an 7 Tagen in der Woche. Das Hilfsangebot sieht sowohl eine längerfristige stationäre Unterbringung als auch eine befristete Unterbringung mit geplanter Rückführung in die Herkunftsfamilie vor. Wenn keine Rückkehr in die Herkunftsfamilie möglich ist, kann das Kind betreut werden, bis es in der Lage ist, in einer eigenen Wohnung zu leben. Für jedes Kind wird eine individuelle Förderung geplant und durchgeführt. 


Therapeutische Wohngruppe, 10 Plätze, Aufnahmealter 6-15 Jahre
Die Therapeutische Wohngruppe ist ein vollstationäres Angebot an 7 Tagen in der Woche. Die Förderung basiert auf therapeutischer, verhaltenstherapeutischer und lerntheoretischer Grundlage. Aufnahmekriterien: Junge Menschen, bei denen eine psychiatrische Unterbringung bevorsteht oder bereits erfolgt ist bzw. die aufgrund der Schweregrade ihrer Beeinträchtigung eine stationäre Betreuung und ggf. eine gesonderte Beschulung benötigen, im einzelnen bei Hyperkinetischen Störungen, Störungen des Sozialverhaltens und emotionaler Störungen. 


Heilpädagogische Tagesgruppe, 6 Plätze, Aufnahmealter 6-13 Jahre
Erziehung und Betreuung durch heilpädagogische Förderung der jungen Menschen, psychologische Diagnostik und Therapie. Aufnahmekriterien: Störungen im Bereich der Hyperaktivität, des Sozialverhaltens und der Emotionen, bei Störungen der Wahrnehmung, der Aufmerksamkeit und des Körpergefühls. Bei Auffälligkeiten im Zusammenleben in der Familie, in der Schule und in Gruppen, bei unstrukturiertem und unkontrolliertem Freizeitverhalten, bei Delinquenz und sonstigen abweichendem Verhalten.

Projekt Tagesschule
Kooperationsprojekt zwischen dem Schul- und Jugendamt zur Beschulung und Förderung von Kindern im 1. und 2. Schuljahr, die nicht mit den zur Verfügung stehenden Mitteln im Regelschulbereich versorgt werden können.
An den Standorten an der Friedrich-Ebert-Schule und an der Lutherschule werden jeweils bis zu 8 Kinder von je 2 Sozialpädagoginnen/Erzieherinnen des Helene-Kaisen-Hauses und je 2 Sonderpädagoginnen des Schulamtes, ganztags beschult und umfassend gefördert. Ziel ist die Reintegration nach max. 2 Schuljahren in den Regelschul-bereich. Der Zugang in dieses Projekt wird über das Schul- und Jugendamt gesteuert.


Flexible Betreuung
Zeitlich befristete ambulante Betreuung für junge Menschen im Alter von 14 bis 19 Jahren im Rahmen von Fachleistungsstunden.
Aktivierung der Betroffenen und Einbeziehung ihrer Verantwortung durch Zusammenarbeit im Rahmen von Vereinbarungen und Verträgen. Aufbau und Erhaltung eines Betreuungsverhältnisses auch unter schwierigsten Bedingungen. Dazu wird der Lebensentwurf des jungen Menschen als selbstgewählt anerkannt (nicht gebilligt). Praktische Unterstützung bei der Vorbereitung auf eine eigenständige Lebensführung. Begleitung bei der eigenständigen Lebensführung. Problemlagen: bei erheblichen Störungen im Ablöseprozess von der Familie und bei erheblichen Problemen beim Aufbau einer eigenständigen Lebensführung, bei erheblichen Störungen in der Entwicklung einer persönlich, familiär und sozial integrierten Persönlichkeit. Bei erfolgter oder bevorstehender psychiatrischer Behandlung, bei Abbruch mehrerer Erziehungshilfemaßnahmen, bei Straffälligkeit, bei Genussmittel-missbrauch und Konsum „leichter“ Drogen, bei Schulversagen und fehlenden beruflichen Perspektiven, bei Wohnungslosigkeit.


Erziehungsfamilien
Seit Beginn des Jahres 2002 können junge Menschen über die Einrichtung in Erziehungsfamilien betreut werden.
Bei Erziehungsfamilien handelt es sich um Familien, in denen einer der Eltern über eine sozialpädagogische Ausbildung verfügt. Es wurde in der Betreuung von jungen Menschen eine Verbindung geschaffen zwischen der emotionalen, persönlichen und sozialen Dichte einer Familie und der offenen, kooperativen und professionellen Haltung einer Institution. Eine entsprechende Methode der Zusammenarbeit dieser „beiden Welten“ wurde über eine wissenschaftliche Begleitung entwickelt. Das Helene-Kaisen-Haus übernimmt die Anwerbung, Schulung, Vermittlung und Beratung von Erziehungsfamilien, wenn dort Kinder untergebracht wurden.

Ansprechperson:
Kay Littwin – Betriebsleiter
Ferdinand-Lassalle- Str. 2
27578 Bremerhaven
Tel: 590 30 02
kay.littwin@magistrat.bremerhaven.de

Klaus Schmitz - stellv. Betriebsleiter
Tel: 590 30 03
Klaus.Schmitz@magistrat.bremerhaven.de

Besonderheit:
Die Betreuung im Helene-Kaisen-Haus erfolgt im Rahmen einer Hilfeplanung nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz und wird als solche vermittelt durch die Mitarbeiter/innen des Amtes für Jugend, Familie und Frauen.

Kontakt:
Helene-Kaisen-Haus
Ferdinand-Lassalle-Str.2
27578 Bremerhaven
Tel.: (0471) 590 30 02 oder 590 30 03
Fax: (0471) 590 30 13
E-Mail: Kay.Littwin@magistrat.bremerhaven.de
Klaus.Schmitz@magistrat.bremerhaven.de


Stand:
28-02-2017